fischer frau
07.09.2025
16:00 Uhr
Café Weidhof im Schloss Birseck
Kollekte

Vom Fischer und syner Fru

mit dem Lichteurythmie – Ensemble Arlesheim

Märchen Aufführung für die ganze Familie


in der Sammlung der Brüder Grimm

fischer frau

(Vom Fischer und seiner Frau)
ein Märchen von Philipp Otto Runge,
in der Sammlung der Gebrüder Grimm-
Ein Fischer, der mit seiner Frau in einer
armseligen, als „Pissputt“ bezeichneten
Hütte lebt, angelt im Meer einen Butt, der
als verwunschener Prinz um sein Leben
bittet; der Fischer lässt ihn wieder frei. Als
Ilsebill, die Frau des Fischers, das hört,
fragt sie ihn, ob er sich denn im Tausch
gegen die Freiheit des Fisches nichts von
ihm gewünscht habe. Sie drängt ihren
Mann, den Butt erneut zu rufen, um sich
eine kleine Hütte zu wünschen. Diesen
Wunsch erfüllt ihm der Zauberfisch. Doch
schon bald ist Ilsebill damit nicht mehr
zufrieden. Erneut verlangt sie von ihrem
Mann, den Butt an Land zu rufen und
einen größeren Wunsch vorzutragen.
Der bekannt gewordene Refrain mit des
Fischers Ruf an den Butt lautet jedes Mal:
Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje inne See,
myne Fru de Ilsebill
will nich so, as ik wol will.[1]
Der Fischer teilt die Wünsche seiner Frau
nicht, beugt sich aber trotz wachsender
Angst ihrem Willen. Je maßloser Ilsebills
Wünsche werden, desto mehr
verschlechtert sich das Wetter. Die See
wird erst grün, dann blauviolett, dann
schwarz, und immer heftiger wird der
Sturm. Nach der Hütte verlangt sie ein
Schloss. Als sie auch damit nicht
zufrieden ist, möchte sie König, Kaiser
und schließlich Papst werden. Alle diese
Wünsche werden vom Butt erfüllt und
angekündigt mit der Formel: „Geh nur hin,
sie ist es schon.“
Als sie schließlich fordert, wie der liebe
Gott zu werden, wird sie wieder zurück in
die armselige Hütte versetzt, wie am
Anfang. („Ga man hen. Se sitt all weder
in’n Pissputt.“)






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